Hashimoto Diät

 

Gibt es die Hashimoto, die die dir weiterhilft? Die eine Lösung, und dann wird alles besser. Nein! Und das verspreche ich dir. Aus meiner eigenen Erfahrung und der meiner Kundinnen kann ich mittlerweile ein Lied davon singen. In diesem Beitrag erzähle ich dir von diesen Erfahrungen und den drei wichtigen Problemstellen, die du vermeiden solltest. 

 

Keine Zeit fürs Video? Du liest lieber? Kein Problem:

 

Problemstelle Nr. 1: ein Diätschaden

Diät ist eigentlich ein schönes Wort, denn es beschreibt im ursprünglichen Sinne die Lebensführung oder auch die Lebensweise. Also etwas auf lange Zeit angelegtes, was der Verbesserung dienen soll.

Leider ist das Wort bei den ganzen Diättrends völlig verdreht worden. Umgangssprachlich steht es jetzt eher für eine Zeit des Verzichts, des Mangels und der totalen Einschränkung.

Und wir Frauen kennen Diäten nur zu gut. Auch ich habe bereits in jungen Jahren viel ausprobiert, ohne Erfolg.

Je mehr getestet wird, umso schlechter geht es dem Körper, denn er weiß gar nicht mehr, was los ist.

Und dann haben wir den Salat: einen Diätschaden.

Ein völlig außer Balance geratener Körper, der nicht mehr weiß, ob er einlagern soll oder abbauen kann. Dem Beständigkeit und eine gute Grundlage zum Funktionieren fehlen.

Bedenke, dass eine Diät im eigentlichen Sinne etwas sein soll, was genau zu dir passt. Etwas, das du leben kannst, das dir Spaß macht und auch das dir schmeckt. Auch etwas, das die Ausnahmen, die wir natürlich alle machen, mit links wegsteckt.

Daher mein Tipp für dich: Mache nichts, absolut nichts, wo du ein wirklich starkes Gefühl von Verzicht hast. Wo du weißt, dass du es nur kurze Zeit durchhalten wirst.

Etwas, das dir bei Ausnahmen, Urlauben und Feiern schon ein schlechtes Gefühl bereitet.

Deine Ernährung und deine Lebensweise sind nicht das, was du - mal so als Beispiel zusammengerechnet - in vier Wochen des Jahres machst, sondern das, was du in den 48 übrigen Wochen machst.

Auf Dauer kannst du Sachen nur verändern, wenn es sich für dich richtig und perfekt anfühlt.

Also nimm bitte Abstand von Diäten.

Kurzfristige Maßnahmen helfen nur, wenn du zum Beispiel einen richtig schweren, akuten Hashimoto-Schub hast. Dann kann es Sinn ergeben, viele Hebel zu ziehen, um die Situation möglichst schnell zu beruhigen. Aber nach dem Schub sollte es sich natürlich um den Aufbau und um die konstante Verbesserung deiner individuellen, langfristigen Ernährung drehen. Denn dann kommt es gar nicht mehr zu solch einer Situation.

 

Problemstelle Nr. 2: Ganze Lebensmittelgruppen weglassen

Eine allgemeine Diät richtet sich an alle. Was du brauchst, ist vielleicht etwas ganz anderes. Bei einigen klappt es gut, bei anderen nicht. Und selbst dort, wo es vermeintlich gut klappt, hörst du selten etwas von den Langzeitfolgen. Ob die nicht in einen großen Mangel oder in die nächste Schieflage laufen, erfährst du erst Monate bis Jahre später, wenn überhaupt.

Ich selbst und auch viele meiner Kunden haben zum Beispiel mal das Autoimmun-Protokoll ausprobiert oder auch eine Zeitlang strikt ketogen gegessen, das heißt Kohlenhydrate auf ein absolutes Minimum runterfahren. Wie es mir ging, kann ich dir sagen: Schrecklich! Und meinen Kundinnen ging es auch nicht besser.

Wir Menschen haben einen Stoffwechsel, der alles benötigt und auch alles essen kann. Die individuelle Balance, die du brauchst, kann dir keiner vorgeben. Das ist einzig und allein abhängig von dir und deinen Bedürfnissen.

Nehmen wir ein Beispiel: Der eine schläft abends super, wenn er abends zum Beispiel die Kohlenhydrate weglässt, der andere braucht abends eine Kartoffel als Beilage, damit er richtig gut schlafen kann.

Du siehst, jeder Stoffwechsel ist ein bisschen einzigartig.

Und ich sehe das nicht als ein Problem an, sondern als eine wunderschöne Aufgabe, sich selbst besser zu erforschen und einen ganz individuellen Weg zu gehen.

Es macht richtig Spaß, mal zu testen, was dir wirklich gut. Wenn du das rausgefunden hast, dann fühlst du dich auch richtig gut.

 

Problemstelle Nr. 3: Niederlagen und niedergeschlagen durch allgemeine Ratschläge

Kennst du das? Bei allen klappt es vermeintlich, aber bei dir nicht. Dann muss ja mit dir irgendwas nicht stimmen! Es kann ja nicht an den Ratschlägen liegen, denn es läuft ja bei den anderen gut! Du quälst dich dann durch eine Diät oder diese ganzen Ratschläge, obwohl es dir nicht gut geht, weil es ja klappen muss.

Das wirkt sich natürlich auch extrem auf deine Psyche und dein Wohlbefinden aus. Dein Körper teilt dir mit, dass es ihm nicht gut geht, und du hörst nicht drauf. Also zeigt er es dir. Es geht dir schlecht und irgendwann brichst du hoffentlich ab.

Du verbuchst es als Niederlage. Es hat schon wieder nicht geklappt. Bei mir klappt es ja nie!

Dann verfällst du im schlimmsten Fall ins andere Extrem und holst nach, was du in der kurzen Zwischenzeit nicht durftest. Und ein Extrem ist genauso schlimm wie das andere.

Wie geht es dir dann? Na ja, wieder nicht gut. Und du fühlst dich wieder niedergeschlagen und du verbuchst es als Niederlage, denn du hast dich ja offensichtlich nicht im Griff.

Dieses oder ein ähnliches Szenario hat jede Frau schon mal erlebt.

Lass es dir gesagt sein: Es lag an den Ratschlägen. Und es stimmt absolut alles mit dir. Du und die Ratschläge, ihr habt einfach nicht zusammengepasst.

Das war aber keine Niederlage, sondern ein Erfolg. Denn du hast rausgefunden, was für dich nicht klappt. Dieses Wissen kann dir keiner mehr nehmen.

Nun brauchst du lediglich einen anderen Weg einschlagen. Aber gib niemals auf, denn es gibt immer einen Weg. Und das ist meine tiefste Überzeugung.

Du kannst alles ändern, was du willst. 

 


Über die Autorin

Nadine Kranz ist Expertin für Schilddrüsen- und Hormongesundheit. Sie hilft Frauen, ihre Hashimoto oder Schilddrüsenunterfunktion mit individuell optimierter Ernährung und ein paar kleinen Veränderungen in der Lebensweise effektiv und nachhaltig zu verbessern. 

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