Die unsichtbare Blockade – Wenn dein Körper dein Gegner ist

🎙️ 20.06.2025

Viele verlieren irgendwann das Vertrauen in ihren Körper. In dieser Folge erfährst du, warum Heilung ohne Beziehung zum Körper kaum möglich ist – und wie du wieder in Verbindung kommst, um echte Regeneration zu erleben.

Transkript der Folge 96

[00:00:00] Hey, schön, dass du wieder reinhörst. In einigen der letzten Folgen haben wir ja schon viel darüber gesprochen, wie stark unsere Gedanken, unsere Überzeugungen und auch das kollektive Bewusstsein unser Erleben beeinflussen. Und jetzt möchte ich mit dir noch eine Ebene tiefer gehen, denn oft zeigt sich die Wirkung dieser inneren Überzeugungen ganz konkret in einem fast unsichtbaren, aber sehr zerstörerischen Satz und der lautet: „An meinem Körper fasziniert mich eigentlich gar nichts mehr.“

Neulich hat mir genau das eine Leserin sinngemäß geschrieben. Ich bekam diese Mail als Antwort auf meinen Newsletter, in dem ich erzählte, was mich am Körper [00:01:00] fasziniert. Und ich war super dankbar für die Antwort, weil so viel Potenzial drin steckt. Ich erlebe solche Aussagen auch immer wieder in meinen Beratungen und Begleitungen.

Wenn der Körper zum „Gegner“ wird – warum das Vertrauen verloren geht

Menschen, die viel durchgemacht haben, viele Arztbesuche, Diagnosen, Therapien hinter sich haben, erleben oft, dass der Blick auf den eigenen Körper irgendwann nur noch durch die Brille des Misstrauens, der Belastung und der Sorgen geschieht. Und selbst wenn es noch kleine positive Momente gibt, gehen sie oft unter, denn Enttäuschung und Sorge wälzen sie nieder.

Das ist der Moment, wo die Beziehung zum eigenen Körper fast schon abgebrochen ist. Der Körper wird zum Funktionsobjekt und genau das ist das eigentlich Gefährliche, denn ab dem Moment, wo du keine echte Verbindung mehr hast, wird Heilung auch schwieriger. Warum passiert das so häufig? Lass uns das mal genau anschauen. [00:02:00]

  1. Viele haben im Laufe ihres Lebens so viele körperliche Probleme, Diagnosen, Eingriffe, Enttäuschungen und Misserfolge erlebt, dass sich der Körper innerlich – übertrieben gesagt – nur noch wie eine tickende Zeitbombe anfühlt. Immer ist irgendwas, immer muss man aufpassen, nie macht er, was er soll.
  2. Es entsteht ein Schutzmechanismus, denn Faszination, Neugier und Staunen bedeutet ja auch, dass man sich wieder öffnet, dass man sich wieder emotional an den eigenen Körper bindet. Und das macht verletzlich. Viele haben dann unbewusst Angst davor: „Wenn ich mich wieder freue, wieder bewundere, wieder Hoffnung schöpfe – was, wenn es dann doch nicht klappt und alles bleibt, wie es ist oder sogar schlimmer wird?“
  3. Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Körper seit Jahrzehnten nur noch als Maschine betrachtet wird. In der Schulmedizin wird gemessen, korrigiert, operiert, ersetzt. Was funktioniert, ist okay; was kaputt ist, wird behandelt. Aber dieser Blick blendet ja völlig aus, dass der Körper ein hochintelligentes, kommunizierendes und sich selbst regulierendes System ist. [00:03:00] Er ist ein wahres Wunderwerk.
  4. Und das ist vielleicht sogar das Wichtigste: Das Urvertrauen geht verloren. In den eigenen Körper. In die Fähigkeit zur Regeneration. In die Weisheit des Organismus. Wenn ich meinem Körper nicht mehr vertraue, wird jeder Schmerz sofort zum Drama, jedes neue Symptom zur Panik.

Solche Menschen kennst du bestimmt auch.

Heilung braucht Beziehung – warum Faszination der erste Schritt ist

Genau hier beginnt der Kreislauf, der viele Menschen in ihrer Erschöpfung, ihren Ängsten und ihrem Leidensdruck festhält. Weil du deinem Körper nicht mehr [00:04:00] vertraust, hörst du auf, neugierig zu sein. Weil du die Wunder nicht mehr sehen kannst, spürst du keine Faszination mehr. Weil du keine Faszination mehr empfindest, entsteht keine echte Beziehung mehr.

Und ohne Beziehung fehlt die Basis für echte Heilung. Denn ja, ich sage das ganz bewusst: Heilung braucht Beziehung. Beziehung zum eigenen Körper. Beziehung zu dir selbst. Und Beziehung beginnt immer mit einem gewissen Maß an Staunen – und auch an Verantwortung.

Deshalb war meine Antwort an diese Leserin auch ganz bewusst eine Reflexionseinladung. Ich habe ihr geschrieben: „Was wäre, wenn dieser bislang nicht faszinierende Körper ein absolutes Wunderwerk wäre und das auch noch erkannt wird? Und wenn er ein Spiegel des Lebens ist und seine Sprache spricht, was will er sagen und wo braucht er Hilfe?“

Und ich möchte dir heute dieselben Fragen [00:05:00] stellen. Vielleicht magst du diese Gedanken mal mitnehmen und darüber nachdenken. Denn genau hier beginnt oft eine kleine, stille Tür, durch die wir wieder zurückfinden können zu einer liebevollen, kraftvollen Beziehung zu unserem Körper.

Dein Körper arbeitet immer für dich – nicht gegen dich

Schau, dein Körper ist kein Fehler. Dein Körper ist auch kein Defekt, dein Körper ist nicht gegen dich und er wird auch nicht absichtlich krank. Er ist tatsächlich ein unfassbar komplexes, intelligentes System, das jeden Tag versucht, aus dem, was du ihm gibst, das Beste zu machen – selbst wenn du dich schlecht ernährst, selbst wenn du lange unter Stress stehst, selbst wenn du viele Jahre Symptome ignoriert hast. Er arbeitet trotzdem, er kompensiert, er reguliert, er gleicht aus, solange es ihm irgendwie möglich ist.

Ich leite das ganz oft in meinen Kaiut-Yoga-Stunden an, damit die Teilnehmer es verinnerlichen: Der Körper ist so viel intelligenter als dein Verstand. Du denkst [00:06:00] nur, dass du weißt, was du tun musst. Und du bist dazu noch übersteuert mit meist schlechten Erfahrungen und Konditionierungen aus der Vergangenheit.

Du kannst mit deinem Verstand gar keine guten Entscheidungen treffen – ohne deinen Körper komplett einzubinden und sein Feedback zu deiner Priorität zu machen. Und genau deshalb spreche ich auch so oft davon, dass dein Körper eigentlich ständig mit dir kommuniziert. Er sagt dir: „Hier stimmt was nicht, ich brauche Unterstützung.“

Symptome sind Botschaften – wie du wieder ins Spüren kommst

Symptome sind ja nicht das Problem, Symptome sind Botschaften. Was aber passiert bei vielen? Man hört diese Botschaften entweder gar nicht oder man empfindet sie nur noch als lästig, als Bedrohung oder als Ärgernis. Und damit beginnt der innere Kampf gegen den eigenen Körper – teilweise sogar komplett unbewusst.

Wenn ich Clearings mit Kunden in der Begleitung mache und wir über eine, sagen wir mal, aktive Meditation eine Stufe tiefer tauchen und den Körper [00:07:00] sprechen lassen, kommen da häufig Sachen, die er mitteilt, die den Kunden überhaupt nicht bewusst waren. Und ich erzähle dir das ja nicht einfach so – ich weiß ja, wovon ich spreche.

Ich war selbst an diesem Punkt, und das nicht nur einmal. Ich habe selbst erlebt, wie schwer es ist, diesen Blick zu verändern und/oder den positiven Blick zu behalten, wenn man jahrelang durch Ärzte, Diagnosen, Misserfolge und Frustration gegangen ist. Aber ich kann dir auch sagen: Es geht. Und es ist nicht nur möglich, sondern oft der entscheidende Wendepunkt im Heilungsprozess.

Denn je mehr du deinen Körper wieder als Partner begreifst, je mehr du seine Intelligenz anerkennst, desto stärker aktivierst du auch deine Selbstheilungskräfte. [00:08:00] Und das meine ich ganz praktisch: Du spürst früher, was dir guttut und was nicht. Du beginnst bewusster zu essen, zu schlafen, dich zu bewegen. Du reagierst schneller auf Überlastung. Du entscheidest dich eher für das, was dich nährt. Und du triffst bessere Entscheidungen, weil du wieder auf deine Körpersignale hörst.

Praktische Schritte: Vertrauen aufbauen und den Körper stabilisieren

Lass mich da noch etwas Wichtiges ergänzen: Körperliches Befinden und das emotionale Erleben im Körper bedingen sich ja gegenseitig. Natürlich ist es wichtig, wieder Vertrauen aufzubauen, aber manchmal ist genau das schwer, wenn der Körper sich einfach nur noch erschöpft, überfordert oder kaputt anfühlt.

Und hier kommt ein ganz entscheidender Aspekt ins Spiel: Es ist häufig sehr viel einfacher, dem Körper zunächst einmal wieder alles zu geben, was er braucht, um überhaupt spürbare Verbesserungen wahrnehmen zu können. Also: gute, nährstoffreiche Ernährung, die richtigen Mikronährstoffe in der individuellen Dosierung, einen sinnvollen Schlafrhythmus, Entlastung für das Nervensystem, Stressreduktion. [00:09:00]

All diese Dinge können dem Körper helfen, sich überhaupt wieder zu stabilisieren und kleine Regenerationsprozesse in Gang zu setzen. Und genau diese ersten kleinen körperlichen Verbesserungen schaffen dann den Raum, in dem Vertrauen auch wieder wachsen kann.

Denn wenn du am eigenen Leib spürst: „Es tut sich was. Ich wache morgens klarer auf, die Erschöpfung ist nicht mehr ganz so bleiern, mein Bauch fühlt sich ruhiger an“ – was auch immer –, dann wird es viel leichter, auch emotional wieder zu vertrauen. Dann wird es plötzlich greifbar, dass dein Körper sich doch noch reguliert, wenn er die richtigen Rahmenbedingungen bekommt.

Und aus diesem neuen Vertrauen, das sich da so langsam anbahnt, entwickelt sich dann die Beziehung zum Körper wieder von ganz selbst. Du erlebst nicht nur kognitiv, sondern spürbar: „Mein Körper arbeitet wieder für mich.“ [00:10:00] Genau darin entsteht ja auch die Faszination, das Staunen, das stille Gefühl von: „Wow, ich hatte den Körper fast aufgegeben, aber er kann wieder – und ich darf ihn jetzt auf diesem Weg begleiten.“

Und ganz ehrlich, das ist es doch, was Heilung am Ende überhaupt erst möglich macht. Nicht das Hashimoto-Protokoll, das für alle funktionieren soll. Nicht die zigste planlos eingeworfene Nahrungsergänzung ohne Sinn und Verstand. Nicht die nächste extreme Diät. Sondern individuell hinschauen, individuell unterstützen, dieses Wieder-in-Beziehung-Gehen, dieses kleine, stille, ehrliche Staunen trotz allem, was war: „Mein Körper arbeitet immer noch für mich – jeden Tag, jede Sekunde. Wie krass ist das bitte?“

Dein erster Schritt: Beziehung aufbauen

Und wenn du dich jetzt fragst: „Wie fange ich denn damit an?“, dann ist genau dieser Moment der Anfang. Vielleicht setzt du dich heute Abend einfach mal hin, legst eine Hand auf deinen Bauch, auf dein Herz, auf deine Brust – wo auch immer du es spürst – und fragst ganz sanft: „Was möchtest du mir sagen?“ Ohne Erwartung, ohne Druck, nur mit offenem Herzen. [00:11:00]

Und vielleicht magst du auch diese zwei Reflexionsfragen mitnehmen, die ich auch der Leserin gestellt habe:

  1. Was wäre, wenn dein Körper doch ein absolutes Wunderwerk wäre und du es nur noch erkennen müsstest?
  2. Wenn dein Körper eine Sprache spricht, was will er dir sagen, wo braucht er deine Hilfe?

Allein diese Fragen können schon viel in Bewegung bringen. Nicht sofort, aber Stück für Stück. Und genau das ist der Weg zurück in eine gesunde, liebevolle Beziehung zu deinem Körper.

Und wenn du dir jetzt denkst: „Eigentlich wäre es gut, wenn mir mal jemand wirklich hilft, da wieder Ordnung reinzubringen“ – genau dafür habe ich die Vitalanalyse entwickelt. Wir schauen uns deine Symptome an, wenn du magst auch deine Blutwerte im Hinblick auf Nährstoffmängel und deine aktuelle Situation, alles ganz individuell, ohne Verwirrung, ohne Dogmen. Du bekommst Klarheit, was dein Körper gerade wirklich braucht und auch, was du erstmal [00:12:00] hinten rüberfallen lassen kannst.

Wenn du also bereit bist, die ersten konkreten Schritte zu gehen, findest du den Link zur Vitalanalyse wie immer in den Shownotes. Vergiss nicht: Du bist die Instanz, die entscheiden kann, dass alles anders wird. Du musst es nur tun. Wir hören uns in der nächsten Folge.

Als zertifizierte Fachberaterin für ganzheitliche Gesundheit & Ernährungsmedizin mit Schwerpunkt auf Hormone & Schilddrüse zeige ich dir, wie du dir auf natürlichem Weg deine Energie zurückholst.

Erfahre hier mehr über mich.

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