Was ist Hashimoto für eine Krankheit?

 

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Hashimoto für eine Krankheit ist, wie sie verläuft und warum du dir keine Sorgen wegen der Erkrankung machen musst.

 

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Was bedeutet Hashimoto?

Hashimoto ist die umgangssprachliche Abkürzung von Hashimoto-Thyreoiditis und Thyreoiditis steht für Schilddrüsenentzündung. Die Schilddrüse heißt in der Fachsprache Glandula thyreoidea und der Anhang -itis steht in der Medizin immer für eine Entzündung.

Der Name Hashimoto kommt von dem Entdecker der Erkrankung. Das war nämlich der japanische Arzt Hakaru Hashimoto. Er beschrieb die Erkrankung im Jahr 1912 als Erster. Dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, wurde allerdings erst 1956 erkannt.

Und da ist auch schon das nächste Stichwort. Diese Form der Schilddrüsenentzündung ist eine Autoimmunerkrankung, wobei mir persönlich das Wort "Auto" nicht so gut gefällt. Dein Immunsystem ist schließlich für dich da und will dich schützen.

 

Autoimmunerkrankung

Es gibt also überhaupt keinen logischen Grund dafür, dass es dich einfach mal eben so und völlig automatisch angreift. Sagen wir also, es handelt sich um eine Immunerkrankung.

Dein Körper bildet aus unbekannten Gründen Antikörper gegen die Eiweiße der Schilddrüse. Du kannst dir vorstellen, wenn wichtige Eiweiße angegriffen werden, schädigt das natürlich die Funktion der Schilddrüsen. Daher entzündet sie sich, und das kann allmählich auch zu einer chronischen Entzündung führen.

 

Die Schilddrüsenentzündung und durch sie was passiert

Im Rahmen dieser Entzündung wird dann Schilddrüsengewebe zerstört und fortlaufend die Schilddrüsenfunktion und natürlich das Organ selbst beeinträchtigt. Dabei muss es dir nicht automatisch schlecht gehen.

Diese Schilddrüsenentzündung bereitet dir im Regelfall überhaupt keine Schmerzen. Am Anfang der Entzündung treten meist leichte Symptome der Überfunktion auf und erst im späteren Verlauf wird das Ausmaß je nach Einzelfall größer.

 

Verschiedene Verläufe

Da die Erkrankung meist von einer Überfunktion in eine Unterfunktion gleitet, liegen dann natürlich auch sehr unterschiedliche Symptome vor, die schwer zuzuordnen sind. Zumindest dann, wenn dein Arzt die Schilddrüse nicht sofort im Hinterkopf hat.

Wie sieht der weitere Verlauf aus? Ja, es gibt symptomlose und schmerzlose Verläufe genauso wie Verläufe, wo es dir nicht gut geht, aber die Blutwerte in Ordnung scheinen.

In so einem Fall, sagt der Arzt, wenn es schlecht läuft: "Alles bestens". Es gibt aber auch die Verläufe, wo Menschen von Symptomen einer Überfunktion und einer Unterfunktion immer mal wieder im Wechsel geplagt werden. Dabei handelt es sich dann um akute, sich wiederholende Schübe.

Ganz langfristig kommt es bei der Hashimoto zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Diese wird dann häufig mit der Gabe von Schilddrüsenhormone therapiert.

Warum das nicht unbedingt immer der richtige Weg sein muss, erzähle ich dir im Beitrag Schilddrüse und Thyroxin. Die Schilddrüse kann sich in seltenen Fällen langfristig vergrößern und einen Kropf, auch Struma genannt, bilden. Häufiger ist jedoch zu beobachten, dass sich das Organ verkleinert und verkümmert.

 

Ist Hashimoto unheilbar?

Dein Arzt sagt dir meistens, dass diese Erkrankungen nicht heilbar ist. Ich kenne jedoch viele Menschen, die diese Erkrankung zum Stillstand bringen konnten oder genauso geheilt haben, wie ich auch.

Eine Therapie der Schilddrüse allein ergibt wenig Sinn, denn wie ich eingangs sagte, ist es eine Erkrankung des Immunsystems und das Immunsystem sitzt ja nicht bekanntlich hauptsächlich in der Schilddrüse.

Daher ist es wichtig, den ganzen Körper, angefangen beim Darm, zu betrachten.

 

Hashimoto und Begleiterkrankungen

Gerade weil es eine Immunerkrankung ist, wird in circa. 25 % aller Fälle beobachtet, dass noch weitere Immunerkrankungen dazu kommen. Das könnten zum Beispiel Diabetes, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Vitiligo, die Weißfleckenkrankheit, aber auch Nebennierenerkrankungen, Herzerkrankungen, Nervenerkrankungen, wie zum Beispiel Polyneuropathien, Lupus und vieles mehr sein. Die Liste ist so lang, weil eine Immunerkrankung Auswirkungen auf den gesamten Körper hat.

Ein Punkt bleibt jedoch als Grundlage bei allen gleich: Jede Erkrankung ist maßgeblich davon beeinflusst, was du isst, wie du lebst und wie es dir insgesamt geht.

 

Ernährung und Lebensweise sind Schlüsselfaktoren

Eine Ernährungsumstellung und ein paar Optimierungen in der Lebensweise wirken Wunder. Erst dann kann überhaupt eine Grundlage für Gesundheit entstehen. Ja, die Erfolge mit dieser Vorgehensweise sehe ich immer wieder in meinen Beratungen und Coachings.

Ich hoffe, ich konnte dir die Erkrankung Hashimoto ein bisschen näher bringen.

Lass dich von einer Diagnose niemals erschlagen, denn du kannst alles ändern, was du willst.


Über die Autorin

Nadine Kranz ist Expertin für Schilddrüsen- und Hormongesundheit. Sie hilft Frauen, ihre Hashimoto oder Schilddrüsenunterfunktion mit individuell optimierter Ernährung und ein paar kleinen Veränderungen in der Lebensweise effektiv und nachhaltig zu verbessern. 

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