Die Waage lügt: Was wirklich passiert, wenn dein Körper repariert

Gesünder werden bedeutet oft erstmal Gewichtszunahme. Warum? Dein Körper repariert endlich, was jahrelang vernachlässigt wurde. Entdecke, warum die Waage lügt, wie Diäten deinen Stoffwechsel zerstören und welche drei Schritte dir wirklich helfen. Versorgung statt Verzicht ist der Schlüssel.

Transkript der Folge 114

Hallihallo, schön, dass du wieder dabei bist.

Letzte Woche habe ich eine Nachricht von einer Kundin bekommen, die mir klar gemacht hat, dass ich das Thema auch mal unbedingt mit dir teilen muss. Sie schrieb: „Nadine, mir geht es so viel besser, ich schlafe endlich durch, ich habe Energie, ich fühle mich nicht mehr so schlapp, aber ich habe zwei Kilo zugenommen. Was mache ich bloß falsch?“

Und weißt du was? Gar nichts. Absolut gar nichts macht sie falsch. Und genau das ist das Thema dieser Folge: Warum gesünder werden oft erstmal mit Gewichtszunahme einhergeht und warum das tatsächlich ein gutes Zeichen ist.

Ich weiß, das klingt total paradox, aber bleib dran, denn ich zeige dir jetzt aus meiner Beratungspraxis mit Schilddrüsen- und Energiemangelthemen, was da wirklich in deinem Körper passiert.

Mangelzustände erkennen – was Analysen zeigen

Also, fangen wir mal an mit dem, was ich in meinen Analysen, egal ob das jetzt Blut oder Darmflora ist, immer wieder sehe: Mangelzustände. Mangelzustände überall. Viele meiner Kundinnen haben zu wenig Eisen, bestimmte B-Vitamine zu wenig, ob es Vitamin D ist, Zink, Selen, was auch immer.

In der Darmflora-Analyse sehe ich oft, dass der Körper gar nicht richtig aufnehmen kann, was überhaupt gegessen wird. Die Verdauung funktioniert nicht optimal. Die Darmschleimhaut ist angegriffen, die guten Bakterien fehlen.

Und dann fangen wir an. Wir versorgen den Körper richtig, wir stellen die Ernährung etwas um, wir optimieren die Nährstoffversorgung und wir bringen sanfte Bewegung rein. Und dann passiert etwas Paradoxes: Das Gewicht geht hoch.

Warum dein Körper beim Gesundwerden zunimmt

Warum? Weil dein Körper endlich das bekommt, was er braucht, und anfängt zu reparieren.

Stell dir das so vor: Dein Körper ist ein Haus, das jahrzehntelang nicht renoviert wurde. Das Fundament hat Risse, die Wände bröckeln, das Dach ist undicht. Und jetzt fangen wir endlich an zu renovieren. Natürlich steht das Haus erstmal voll voller Materialien. Handwerker sind da, überall liegt was rum. Aber das Fundament wird stabiler, die Wände werden tragfähig, das Dach wird dicht. Und genau so ist es mit deinem Körper.

Wenn du endlich genug Nährstoffe bekommst, produziert dein Körper zum Beispiel mehr Blut. Bessere Versorgung, mehr rote Blutkörperchen, mehr Blutflüssigkeit. So, allein schon etwas mehr Blut, sagen wir mal ein halber Liter, würde ja schon bedeuten, dass du ein halbes Kilo mehr auf der Waage hast.

Deine Knochen werden stabiler, weil die Speicher wieder aufgefüllt werden. Der Körper kann wieder aufbauen, Organe, Gewebe. Auch das wiegt ja etwas. Du baust Muskelmasse auf, wenn du anfängst, dich wieder zu bewegen. Die liegt natürlich erstmal unter dem Fett. Das ist ganz fies. Du siehst sie da noch nicht, aber sie ist da. Deine Zellen funktionieren besser, weil die Mitochondrien, also deine Kraftwerke der Zellen, einfach wieder mehr Energie produzieren.

Das Problem mit der Waage als Maßstab

Aber die Waage, die sieht das alles nicht. Die zeigt nur eine Zahl. Sie zeigt nicht, dass dein Immunsystem endlich wieder arbeitet. Sie zeigt nicht, dass deine Schilddrüse besser unterstützt wird. Sie zeigt nicht, dass du nachts durchschläfst und morgens mit Energie aufwachst.

Und genau das ist das Problem. Wir sind alle so jahrzehntelang konditioniert, dass diese Zahl auf der Waage alles überschattet. Du fühlst dich also besser, aber die Waage macht dich komplett fertig. Und ich weiß, wie frustrierend das ist.

Und dann geben ganz, ganz viele wieder auf und fangen an, sich wieder runterzuhungern. Aber wenn du mal in deinen Körper reinspürst und mal ganz ehrlich bist: Was ist wichtiger, diese eine Zahl oder dein Gefühl in deinem Körper und echte Gesundheit?

Diäten sind Mangelzustände mit Namen

Deshalb, lass uns einfach mal über den nächsten Punkt sprechen. Wenn ich mit neuen Kundinnen spreche, höre ich fast immer dieselbe Geschichte: „Ich habe schon alles versucht, ich esse total gesund, außerdem auch Low Carb gemacht, Intervallfasten, Kalorien zählen, vegan, Low Fat.“

Und all das, ja, schön, das sind in meinen Augen aber keine Ernährungsformen, das sind Mangelzustände, die einfach einen Namen haben. All diese ganzen Sachen haben ja eins gemeinsam: Jede dieser Ernährungsformen schränkt dich ein. Sie nimmt dir etwas weg. Und dein Körper, der merkt das.

Was Cortisol mit deinem Stoffwechsel macht

Wenn du dauerhaft zu wenig isst, passiert ja Folgendes: Dein Körper produziert mehr Cortisol. Cortisol ist dein Stresshormon. Und das ist ja evolutionär betrachtet total schlau. Denn früher bedeutete Nahrungsmangel Hungersnot, Gefahr, Überlebensmodus.

Aber, das ist ganz wichtig, es ist ja auch nicht nur die Hungersnot, die Stress erzeugt. Schau dir mal dein Leben an, es wird immer herausfordernder, immer schneller, immer stressiger. Frag dich mal: Wie viel Zeit hast du eigentlich, um wirklich mit dir zu sein, um zu entspannen?

Du jonglierst Familie, Job, Haushalt, du schläfst zu wenig, du bist ständig erreichbar, hast tausend Dinge im Kopf. Dazu kommen vielleicht noch emotionale Belastungen, irgendwelche Sorgen oder Ängste. Das ist auch alles Stress und der kommt noch dazu.

Also zu wenig Essen plus das moderne Leben ist gleich doppelter Stress. Und was macht das Cortisol? Es hemmt deinen Stoffwechsel. Also dein Körper fährt alles runter, um die Energie zu sparen, damit du gewappnet bist. Es erhöht die Insulinresistenz und auch deinen Blutzucker. Heißt: Dein Körper speichert eher, als dass er verbrennt. Es baut Muskeln, Haut und Knochen ab, weil dein Körper holt sich die Energie einfach, wo er kann, aus Sachen, die gerade nicht so wichtig für ihn sind. Und dazu gehören diese Bereiche des Körpers einfach.

Cortisol kann sogar emotionale Probleme fördern, wegen der Stimmungsschwankungen, die erzeugt werden, der Antriebslosigkeit und auch der Niedergeschlagenheit, die damit einhergeht.

Und das Ergebnis: Du kannst mit 800, 900, sogar mit 1400 Kalorien zunehmen, weil dein Körper im Notprogramm läuft. Du isst nicht zu viel, du isst zu wenig und dann vielleicht noch vom Falschen. Also ziemlich wahrscheinlich sogar. Und dein Körper reagiert darauf, als wenn das eine echte, tatsächliche Bedrohung wäre.

Dein Stoffwechsel braucht Zeit wie ein verstimmtes Orchester

Ich habe ja schon oft das Beispiel gebracht: Dein Stoffwechsel ist wie ein Orchester. Und wenn jetzt die Instrumente jahrelang verstimmt waren durch Diäten, durch Stress, durch Mangelversorgung, dann kannst du doch nicht erwarten, dass nach einer Woche, einem Monat, zwei, drei Monaten, alles richtig perfekt klingt und da die ganz tolle Musik rauskommt.

Das Ganze braucht Zeit, das braucht Geduld und vor allem, das braucht Versorgung statt Verzicht.

Nervensystem und Blockaden auflösen

Darum arbeite ich ja auch immer mit dem Nervensystem und auch mit der Sicht des Kunden auf bestimmte Situationen, weil da ganz viele Träger sitzen, weil da ganz viele Blockaden sitzen, weil da ganz viel Selbstsabotage stattfindet.

Denn unterschätze nicht, was es bedeutet, jahrzehntelang eine bestimmte Brille aufgehabt zu haben und aus dieser Brille die Welt zu betrachten. Ich sage nur Beispiel Waage.

So, und darum schauen wir auch in meinen Analysen, was braucht dein Körper konkret? Darum ist ja auch mein Ernährungshaus so wichtig: Geschmack, Sättigung, Einfachheit, Flexibilität. Wenn diese vier Säulen stehen, dann hältst du das locker durch, dann wird es dein neuer Standard.

Hormone ab 40 – die Spielregeln ändern sich

Noch ein Punkt, der auch sehr wichtig ist. Die meisten meiner Kundinnen sind Ü40 mit Schilddrüsen- oder Hormonthemen. Und hier kommt der Punkt: Die Spielregeln haben sich einfach geändert.

Machen wir es doch mal ganz klar. Deine Hormone, egal ob Schilddrüse oder Geschlechtshormone, sind ein Stoffwechselantrieb. Sie sind wie das Gaspedal in deinem Auto. Und ab etwa 35, spätestens ab 40, geht es nun mal leicht bergab. Die Produktion sinkt, die Wirkung verändert sich, sie lässt nach.

Das heißt, du musst dich mehr kümmern als mit 25. Sorry, es tut mir leid, aber ich muss es so sagen. Es ist nicht fair, aber es ist die Realität. Aber, und das ist die gute Nachricht, es ist ja trotzdem machbar. Ich sehe es immer wieder.

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Bewegung ist Pflicht – aber sanft starten

Darum ist bei mir Bewegung auch nicht optional, sondern Pflicht. Aber, das ist ganz wichtig: Bewegung heißt ja nicht Hochleistungssport. Denn ein völlig erschöpfter, überforderter Körper muss ja ganz langsam überhaupt erst wieder in die Gänge kommen.

Vielleicht fängst du da mit Spaziergängen an, mit sanftem Yoga. Was meinst du, warum ich Kaiut Yoga so liebe und selbst unterrichte? Weil es den Körper so achtsam aufbaut. Weil es dich wieder verbindet. Weil es dir beibringt, wieder auf deinen Körper zu hören.

Also, wir fangen immer dort an, wo du stehst, nicht dort, wo du denkst, dass du sein solltest. Ganz, ganz wichtig. Und dann bauen wir dich Schritt für Schritt auf. Später kommt noch was anderes dazu, ja, das ist dann wichtig für Muskeln, Knochen, Stoffwechsel. Aber keine Sorge, Bewegung wird zum Selbstläufer, wenn erstmal die Energie dafür wieder da ist.

Langfristige Veränderung braucht Geduld

Und weißt du, ich höre immer wieder von Langzeitkundinnen: „Nadine, jetzt sehe ich erstmal, wie lange es eigentlich dauert, diese ganzen eingefahrenen Strukturen aufzubrechen und wirklich eine langfristige Veränderung hinzubekommen.“

Und genau das ist der Punkt. Ich habe das ja auch selbst erlebt, wie lange ich brauchte, und ich arbeite immer noch jeden Tag daran. Das ist ja nichts, was irgendwann fertig ist. Die Umstände ändern sich, alles sind Momentaufnahmen, die Herausforderungen verändern sich, alles verändert sich.

Deshalb ist Veränderung einfach kein Sprint, es ist ein Marathon. Und je länger du etwas gemacht hast oder eben nicht gemacht hast, desto länger braucht dein Körper, um wieder zu vertrauen, um zu verstehen: Okay, jetzt kommt regelmäßig genug Energie, jetzt kann ich tatsächlich aufbauen, jetzt ist es sicher.

Sicherheit und Entspannung sind die Signale, die deinen Körper mit ins Boot holen. Dann ist auch eine entspannte Aktivität dieser Selbstläufer. Und das passiert nicht in zwei Wochen. Das passiert auch nicht in vier Wochen. Das sind Monate, manchmal Jahre. Ja, das will keiner hören. Aber es ist einfach so. Was soll ich dir erzählen? Schlank und fit und gesund in 31 Tagen. Ich meine, da packe ich mir an den Kopf.

Vergiss aber nicht, diese Zeit zu investieren in dich, das lohnt sich ja. Auf dem Weg ändert sich ja schon so viel. Denn dann hast du keine Diät gemacht, die endet. Die dann vielleicht für eine kurze Zeit nach außen hin dich gut aussehen lässt, aber dich vielleicht innerlich kränker gemacht hat. Nein, du hast dann einen neuen Standard gesetzt. Das ist dann dein neues Normal. Also einfach einen Schritt vor den anderen setzen. Es lohnt sich definitiv.

3 konkrete Schritte für deinen Start

Okay, was kannst du jetzt konkret tun? Da bringe ich dir einfach mal meine drei wichtigsten Punkte.

Der erste ist natürlich: Lass die Waage los. Miss nicht dein Gewicht. Miss doch einfach mal deine Energie, deinen Schlaf, deine Stimmung, deine Leistungsfähigkeit. Kannst du 30 Treppenstufen steigen, ohne dass du noch Luft schnappst? Kommst du morgens aus dem Bett, ohne dich ins Badezimmer zu schleppen? Wie fühlst du dich eigentlich, wenn du dir im Spiegel in die Augen schaust? Das sind die Messgrößen, die zählen.

Nächster Punkt: Versorge deinen Körper vollständig und senke den Stress. Genug essen ist wirklich kein Luxus. Es ist eine Grundversorgung. Dein Körper braucht Nährstoffe, um zu funktionieren. Und er braucht das Signal: Es ist genug da. Es ist sicher. Und nein, nicht dieses „Ja, früher hatten die Menschen aber auch weniger Essen.“ So, hä? Ja, früher hättest du auch weniger gebraucht, weil die Zeiten ganz anders waren. Das kannst du doch überhaupt nicht vergleichen.

Außerdem schau, wo du Stress reduzieren kannst. Nein sagen, Pausen einbauen, atmen, schlafen, Zeit für dich. Das ist genauso wichtig wie die Ernährung.

Und der letzte Punkt: Gib deinem Körper Zeit und fang klein an. Erstversorgung, dann sanfte Bewegung und dann Aufbau. In vier bis sechs Wochen kannst du schon erste messbare Fortschritte sehen. In drei bis sechs Monaten kommt eine echte Veränderung. Und dann ist es ein Leben lang Schritt für Schritt weiter transformieren. Du wirst nicht fertig. Wer auch immer dir das erzählt, er lügt dich schlichtweg an.

Wie du konkret starten kannst

Und wenn du dir jetzt denkst: Okay Nadine, verstanden, aber wo fange ich jetzt konkret an? Ich kann dir dann nur meinen Ernährungsfundamentkurs empfehlen. Der ist genau dafür da. Dort lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Ernährung so zusammenstellst, dass sie wirklich zu dir passt, nach diesem Ernährungshausprinzip: Geschmack, Sättigung, Einfachheit, Flexibilität. Kein Verzicht, keine Dogmen, nur das, was für dich funktioniert.

Und wenn du noch tiefer einsteigen willst und wissen möchtest, was genau in deinem Körper los ist, mit Blut, mit Darmflora, mit Nährstoffen, dann gibt es auch noch meine Vitalanalyse. Da schauen wir uns deinen Ist-Zustand an. Dann gibt es kein Rätselraten mehr, dann brauchst du nicht mehr tausend Sachen auszuprobieren, sondern du hast Klarheit.

Aber ich sage es dir ganz ehrlich: Meine 1‑zu‑1‑Kapazitäten sind aktuell sehr begrenzt und einige Menschen warten schon länger auf einen Termin. Aber der Kurs ist sofort verfügbar und genau dafür habe ich ihn gemacht, damit du direkt starten kannst. Und Ernährung ist das Fundament. Deswegen heißt der Kurs ja Ernährungsfundament. Denn dann folgst du auch nicht irgendeiner Diät, du folgst dir selbst. Und ich zeige dir in dem Kurs, wie das geht.

Zusammenfassung – was du heute gelernt hast

Also fassen wir nochmal zusammen: Gesünder werden bedeutet nicht automatisch abnehmen. Oft bedeutet es erstmal Gewichtszunahme, weil dein Körper endlich aufbaut, was jahrelang vernachlässigt wurde. Dein Körper braucht Versorgung, nicht Verzicht. Er braucht Stressreduktion, nicht noch mehr Druck, und er braucht Zeit. Zeit, diese wirklich eingefahrenen Strukturen aufzubrechen. Unterschätzt das nicht, wie heftig da der Einfluss ist.

Aber wenn du das durchhältst, wenn du ihm gibst, was er braucht, und die Geduld aufbringst, die er verdient, dann verändert sich alles. Deswegen sage ich immer: Du kannst alles ändern, was du willst.

So, wenn dir diese Folge gefallen hat, lass ihr gerne eine Fünf-Sterne-Bewertung da oder teile sie mit jemandem, der unbedingt hören sollte, dass die Waage nicht das Wichtigste im Leben ist. So, wir hören uns in der nächsten Folge. Bis dann.

Als zertifizierte Fachberaterin für ganzheitliche Gesundheit & Ernährungsmedizin mit Schwerpunkt auf Hormone & Schilddrüse zeige ich dir, wie du dir auf natürlichem Weg deine Energie zurückholst.

Erfahre hier mehr über mich.

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