Stress und seine Auswirkungen auf die Gesundheit

Haben Sie an sich selbst oder in Ihrem Umfeld auch schon festgestellt, dass es normal geworden ist, Stress zu haben? Aussagen wie „Ich bin total im Stress“, „Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das alles schaffen soll“ und „Alles ist super stressig, wie immer eben.“ Jeder erlebt es tagtäglich; im Büro, beim Einkaufen und auch im Kreise der Lieben oder bei sogar geliebten Freizeitaktivitäten. Es ist Alltag geworden. Das Normalste der Welt. Es gilt schon fast als Auszeichnung. Die wenigen Leute, die keinen Stress haben, werden sogar wie Außerirdische angesehen. Ist Stress normal? NEIN! Ist Stress nur ein Gefühl? NEIN! Stress verursacht eine ganze Reihe physiologischer Ereignisse im Körper. Die Häufigkeit und Dauer dieser Ereignisse haben extremen Einfluss auf die Gesundheit und ganz besonders auf das Immunsystem. Viele Menschen nehmen gar nicht wahr, dass sie dauerhaft gestresst sind. Andere empfinden den Stress deutlich, aber sind sich der Auswirkungen nicht bewusst.

Was ist Stress?

Gehen wir einen Schritt zurück. Stress ist eine Erfahrung, die von einem Stressfaktor (Stressor) verursacht wird. Stress ist nicht immer schlecht. Es gibt positiven und negativen Stress. Manchmal ist Stress anspornend und motivierend. Auf Dauer birgt er jedoch viele Gesundheitsgefahren. Offensichtliche Stressoren können zum Beispiel sein:

  • Zeitdruck
  • Reizüberflutung (zu viele Aufgaben, digitale Reizüberflutung)
  • Sorgen, Probleme, Ängste (z.B. auch Existenzängste, Versagensängste)
  • Krankheit
  • Extreme Ereignisse
  • Überforderung durch immer mehr werdende Arbeit/Aufgaben
  • Verlust der Kontrolle und Fremdbestimmung
Aber auch weniger offensichtliche Stressfaktoren spielen eine große Rolle. Diese könnten zum Beispiel folgende sein:
  • zu wenig Schlaf
  • Auslassen von Mahlzeiten/Essen unter Zeitdruck
  • mangelde Vitalstoffaufname
  • übermäßige sportliche Bestätigung
  • mangelnde Eigenfürsorge
  • Gedankenkreisen
  • negative Emotionen
  • Wechsel der Arbeitsstätte, etc.
Niemand kann sich dem Stress entziehen. Sie können jedoch steuern, wie Sie mit Stress umgehen. Sie können kontrollieren, wie Stress Ihr Nervensystem und Ihre Hormone beeinflusst.

Was hat Stress mit dem Nervensystem zu tun?

Sie haben bestimmt schon einmal von dem Entspannungsnerv (Parasympathikus) und dem Stressnerv (Sympathikus) gehört. Diese haben entgegengesetzte Funktionen im Körper. Während der Parasympathikus für Erholung sorgt, versetzt der Sympathikus in einen Flucht- und Kampf-Modus. Das Problem ist: Sie kämpfen nicht – zumindest nicht körperlich – und fliehen geht meist auch nicht. Also schlucken Sie den Stress und Ärger herunter. So hat die Natur es nur leider nicht vorgesehen.
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Die Grafik zeigt, was im Körper passiert –  je nachdem welcher Nerv gerade aktiv ist. Der Sympathikus spart alle sonst wichtigen Körperfunktionen ein, um Sie stark und leistungsfähig zu machen. Kurzfristig ist das alles überhaupt kein Problem. Wer will in einer lebensbedrohlichen Situation schon ein Hungergefühl verspüren oder auf die Toilette müssen?! Niemand!

Sympathikus und Parasympathikus in einem ausgewogenen Gleichgewicht sind völlig normal und gesund. Nimmt der Sympathikus jedoch Überhand, dann wird es problematisch für Ihre Gesundheit.

Kontinuierlicher Stress führt dazu, dass wichtige Organe/Organsysteme beeinflusst werden. Wie z.B. soll eine zügige Verdauung oder die erforderliche Nährstoffaufnahme zustandekommen, wenn durch Stress alles auf Sparflamme läuft? Die Konsequenz ist das Fehlen von wichtigen Nährstoffen und eine übermäßig lange Verdauungszeit, die zu weiteren Umständen führt. Es ist ein Teufelskreislauf.

Was haben Hormone mit Stress zu tun?

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Stress führt zur Ausschüttung von Hormonen. Genauer gesagt gibt es eine ganze Kette hormoneller Reaktionen. Adrenalin und Cortisol sind in diesem Zusammenhang wichtige Hormone. Adrenalin wird in akuten Stressphasen ausgeschüttet. Kurze Zeit später folgt dann die Cortisol-Ausschüttung, um den Körper vor den ungünstigen Folgen einer zu langen Aktivierung von Adrenalin zu schützen. Gleichzeitig sorgt Cortisol für eine erhöhte, länger anhaltende Wachsamkeit auf einem niedrigeren Niveau.
Sie ahnen es bereits: Cortisol ist das wichtigste Stresshormon im Zusammenhang mit Dauerstress. Durch einen hohen Cortisolspiegel steigt der Blutzuckerspiegel, damit genügend Energie zum Kampf oder zur Flucht vorhanden ist. Dabei ist es egal, ob Sie in einer stressigen Situation stecken oder sich „nur“ Sorgen darüber machen. Der Körper kann zwischen einem tatsächlich erlebten und der Sorge vor einem zu erwartenden Ereignis nicht unterscheiden. Die körperlichen Reaktionen sind dieselben.
Cortisol wird von den Nebennieren gebildet und ausgeschüttet. Dies geschieht so lange, bis der Stressor nicht mehr da ist, Sie lernen, effektiver mit Ihrem Stress umzugehen oder bis das Organ erschöpft aufgibt. Im Laufe der Zeit kann es bei chronischem Stress dazu kommen, dass die Nebennieren nicht mehr genügend Cortisol produzieren. Dies kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Energielosigkeit, geschwächtem Immunsystem, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen führen.
Es ist nicht vorhersagbar, wann ein dauerhafter Stresszustand zur Nebennierenerschöpfung führt. Es hängt wesentlich davon ab, wie gut Sie sich um sich selbst kümmern.
Unterschätzen Sie niemals das gesundheitliche Risiko von chronischem Stress! Der erste Schritt zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist die Entspannung. Nur mit einem klaren, fokussierten Geist, natürlicher Ernährung und einem entspannten Körper erreichen Sie Ihre Ziele.

Krankheiten, die durch Stress entstehen können

Wird Stress zum Dauerzustand, so können verschiedene Erkrankungen folgen:

  • Magen-/Darmprobleme
  • Blasenerkrankungen
  • Rückenschmerzen, Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Aggressionen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Burn-out
  • Herzinfarkt, Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus
  • Schlafstörungen
  • Asthma, Allergien
  • geschwächtes Immunsystem → erhöhte Infektanfälligkeit
  • Autoimmunerkrankungen aller Art

Wie Sie Stress reduzieren und Ihre Nebennieren pflegen

Schützen Sie sich vor den Folgen von chronischem Stress und pflegen Sie Ihre Nebennieren. Dies erreichen Sie am besten durch

  • ausreichenden & erholsamen Schlaf
  • ausgewogene & natürliche Ernährung
  • Entspannungsmethoden (Yoga, Meditation, etc.)
  • Mentaltraining zum Umgang mit Ängsten/Sorgen/Stress
  • „Gedankenhygiene“ und Annehmen der Wirklichkeit
  • natürliche, tiefe Atmung statt flacher Atmung
  • sportliche Betätigung (nicht übermäßig/nicht zu wenig)
  • reduzieren der Toxinbelastung
  • reduzieren der Elektrosmogbelastung
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Sie möchten Stress reduzieren und das Leben mehr genießen?

  • Ihre Ernährungs- und Lebensweise hat maßgeblichen Einfluss auf Ihre Stressresistenz. Natürliche Lebensmittel stärken den Körper. Eine ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberatung kann Ihnen helfen, sich optimal zu versorgen.
  • Verschiedene Stressmarker können bereits gemessen werden, bevor es zu Erkrankungen kommt. Eine Bioscan-Messung zeigt verschiedene Stressparameter an. Der Bioscan misst im Energiefeld des Menschen und gibt Aufschluss über den Vitalstatus Ihrer Körperzellen.
  • Haben Sie mal Ihre Gedanken und Ihre Emotionen überprüft? Diese haben große Auswirkung auf biochemische Prozesse im Körper und erzeugen Stress. Wieso empfindet eine Person Stress in derselben Situation, die eine andere Person meistert? Die Sichtweise und die Emotionen werden sich bei beiden Personen stark unterscheiden. Ein Mentalcoaching oder eine andere Form der Energiearbeit kann dazu beitragen, dass Sie Energieblockaden auflösen und Gedankenmuster verändern.
  • Sie wollen etwas für Körper, Geist und Seele tun? Sie möchten Ihren Körper als Werkzeug zur tiefen Entspannung und Meditation nutzen? Sie möchten sich wieder fühlen, sich annehmen? Eine einfache und äußerst effektive Yogapraxis kann Ihnen helfen, Stress zu reduzieren und diese Resistenz vermehrt in den Alltag zu bringen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.